Dienstag, 26. November 2013

Angst - vor meinem Geburtstag

Was ich zuerst noch loswerden wollte: Das Foto in meinem Header ist schon über ein Jahr alt. Das war bei einem Fotoshooting im Oktober 2012. Damals war alles noch ganz anders als es jetzt ist.

Leicht fällt es mir nicht, so offen darüber zu schreiben. Aber vielleicht ist es ganz gut. Ich will euch an meinen Gedanken teilhaben lassen.

Morgen ist Mittwoch. Das heißt, dann sind es nur noch 5 Tage bis zu meinem Geburtstag. Eigentlich liebe ich Geburtstage - vorallem, dass (fast) die ganze Familie zu Kaffee & Kuchen vorbei kommt. Danach sitzt man gemütlich zusammen und isst zu Abend. Und jede Menge Geschenke!

Das waren die Dinge, auf die ich mich immer am meisten gefreut habe. Jetzt macht mir das Angst.
Ich will auf keinen Fall mit meiner Familie zusammen essen müssen. Ich kann es ja kaum, wenn ich alleine bin. Von Kaffee & Kuchen ganz zu schweigen. Ich will nicht, dass meine Oma mich traurig anschaut und sagt: "Kind, du isst ja nichts!". Ich bin - ehrlich gesagt - im Moment am liebsten alleine. Das ist so komisch, früher war das nie so. Und auf die Geschenke kann ich mich auch nicht freuen.

Morgen sind es also nur noch 5 Tage. Ich will das so nicht! Es macht mich traurig, dass ich mich dieses Jahr nicht auf den Tag freuen kann. Und ich habe Angst, dass sich das nie wieder ändert. Ja, ich habe riesige Angst, nicht mehr glücklich zu werden.
Aber was noch schlimmer ist: Ich habe mich irgendwie an's Unglücklichsein gewöhnt.

Meine einzige Hoffnung für meinen 17. Geburtstag ist jetzt nur noch, dass ich vielleicht bis dahin in der Klinik bin. Das ist irgendwie paradox. Ich habe Angst, in die Klinik zu kommen und trotzdem will ich mittlerweile dort am liebsten den 2. Dezember verbringen.
Ihr fragt euch, wieso?
Weil ich dann weiß, dass sich etwas ändert. Dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das hoffe ich sehr.